Verona – Oper unter dem Sternenzelt

Kaum ein Opernereignis ist so berauschend wie eine der großen Aufführungen unter dem Sternenzelt in der Arena di Verona. Wenn 15.000 Besucher kleine Lichter entzünden, wenn sich erwartungsvolle Stille über das zweitausendjährige Rund senkt und die laue Sommernacht erfüllt wird vom Zauber unsterblicher Melodien, dann ist das lebendiges Musiktheater in seiner schönsten Form – ein unvergleichliches Erlebnis! Aida, Carmen, Ein Maskenball und Turandot sind die Opern, die während unseres Aufenthalts dargeboten werden. Auch die Stadt selbst mit ihren Kunstschätzen sowie Ausflüge zum Gardasee, nach Mantua und Vicenza stehen auf dem Programm. Eine Opernreise für die Sinne!

ReiseverlaufVerona_Arena di Verona_klein

1. Tag, Dienstag, 08.07.2014
Nach der Ankunft am Flughafen in Verona erfolgt der Transfer zum Hotel Accademia mitten im historischen Zentrum von Verona in 200 Metern Entfernung zur Arena. Der Nachmittag soll einer ersten Fühlungnahme mit der Stadt Romeos und Julias dienen, in der man auf Schritt und Tritt Zeugnissen ihrer 2.000-jährigen ständigen Besiedlung begegnet. Das Stadtraster ist römischer Prägung und außer der Arena sind noch viele Zeugnisse der römischen Kaiserzeit erhalten. Prächtig sind die Paläste und Kirchen aus dem Mittelalter, in welchem Verona erst selbständige Gemeinde und dann Herrschaftssitz der Skaliger war. Das Castelvecchio, die Piazza  dei Signori, Verona_shutterstock_30740095die Piazza delle Erbe und die Skaligergräber künden davon. Das Abendessen wird im Restaurant des Hotels eingenommen. Anschließend Möglichkeit zum Besuch der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi.

2. Tag, Mittwoch, 09.07.2014
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug an den nahegelegenen Gardasee nach Sirmione, wo wir die großartigen Ruinen der Villa des Catull besuchen, die auch in ihrem heutigen Zustand Zeugnis von der Bauleidenschaft des Antiken Rom und seiner Großen ablegen. Die Geschichte der Halbinsel reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück, wenngleich keine Dokumentation über die Besiedlung vor der Zeit der Römer existiert. Es wird vermutet, dass auf der Halbinsel dank ihrer einzigartigen Schutz bietenden Form schon sehr früh Ansiedlungen entstanden sind. Zur Zeit der Römer war die Halbinsel ein Ferienort höhergestellter Familien. Von den in dieser Zeit entstandenen drei Villen sind heute nur die „Grotten des Catull“ auf dem letzten der drei Hügel erhalten. Der Poet Gaius Valerius Catullus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. in Rom gelebt hat, hat diesen Ort gelegentlich besucht und so der Villa ihren Namen gegeben. Unter der Herrschaft der Langobarden, die sich im Jahre 568 in Oberitalien verbreiteten, entstanden verschiedene Klöster und Kirchen. Nach den Geschehnissen der Verona-ISS_1980_00662Inquisition im 13. Jahrhundert in Südfrankreich zogen sich die überlebenden Katharer und Patariner nach Norditalien zurück. Sie konnten die Festung Sirmione als letzte Zufluchtsstätte halten. 1276 ging Mastino I. della Scala gegen die tiefreligiösen Patariner vor, die sich über den Reichtum und die Macht der Kirche empörten. Die Burg wurde eingenommen und nur 200 blieben übrig, die allerdings zwei Jahre später als Ketzer auf dem Scheiterhaufen in der Arena von Verona verbrannt wurden. Mit einem Fährschiff erreichen wir von Sirmione aus Garda und fahren zur nahen Punta San Vigilio, einem der romantischsten Plätze dieser Zone, wo wir in schönem Rahmen am Ufer des Sees unser Mittagessen einnehmen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Am Abend Möglichkeit zum Besuch der Aufführung von Puccinis „Turandot“ in der Arena.

3. Tag, Donnerstag, 10.07.2014
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug nach Mantova. Diese Geburtsstadt Vergils wurde zwischen dem 14. und 18. Jh. von der Familie Gonzaga regiert, deren rapider Aufstieg der „Kunst des Krieges“ zu verdanken ist, die ihre Männer erlernten. Der Erlös der jeweiligen Kriegsbeute wurde in einen aufwendigen Lebensstil und ein ungeahntes Mäzenatentum umgesetzt, so dass am Hof dieser Familie die bedeutendsten Vertreter des italienischen Kunstschaffens jener Epoche Werke hinterlassen haben. Das waren vor allem bedeutende Architekten wie Leon Battista Alberti und Giulio Romano, welchem letzteren wir das Gesamtkunstwerk des Palazzo Tè verdanken, in dem er mit anderen Raffaelschülern auch die Dekoration der prunkvollen Privatgemächer des 1. Herzogs von Mantua gestaltet hat. Aber vor ihm wirkten hier Männer, die zu den bedeutendsten Malern des 15. Jh. zählen, wie Pisanello und Andrea Mantegna, deren Werken wir im Palazzo Ducale begegnen. Darüber hinaus besitzt Mantua eine überaus reizvolle Altstadt mit bedeutenden Zeugnissen vergangener Jahrhunderte. Mittagessen in einem typischen Restaurant in Mantova. Am Abend Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Georges Bizets „Carmen“.

4. Tag, Freitag, 11.07.2014
Ausflug nach Vicenza, einer Stadt römischer Gründung, deren heutiges Aussehen dem Wirken des Andrea di Pietro – besser bekannt unter dem Namen Palladio – zu verdanken ist. Er gilt wohl als größter Architekt der Renaissance und wirkte in den Hoheitsgebieten der Venezianischen Seerepublik, für deren Patriziat er großartige Paläste, Villen und Kirchen entworfen hat. Sein Wirken ist in seiner Abhandlung der „Vier Bücher über die Architektur“ dokumentiert. Auf unserem Programm stehen ein Besuch des Teatro Olimpico, welches heute noch das Bühnenbild der Einweihungsvorstellung besitzt, bei welcher der Oedipus von Sophokles aufgeführt wurde; dann die „Basilica“ und verschiedene Adelspaläste der Altstadt sowie die Villa „La Rotonda“, sein am römischen Pantheon inspiriertes Werk. Von Palladios Arbeiten abgesehen, besuchen wir auch die erst aus dem 17. Jh. stammende Villa Valmarana, in deren Räumen Vater und Sohn Tiepolo großartige Fresken hinterlassen haben, die zur selben Zeit entstanden sind, als diese venezianischen Künstler auch in der Residenz in Würzburg wirkten. Die hier dargestellten Themen sind vor allem Programm-Malereien, die sich auf bedeutende Werke der Literatur der Antike und der Renaissancezeit beziehen. Mittagessen im Spitzen-Restaurant „I 12 Apostoli“. Möglichkeit zum Besuch der Oper „Un Ballo in Maschera“ von Giuseppe Verdi.

5. Tag, Samstag, 12.07.2014
Am Vormittag unternehmen wir noch weitere Spaziergänge in Verona, bei welchen wir das schönste romanische Bauwerk der Stadt und eines der bedeutendsten Oberitaliens, die Kirche von San Zeno, und die großartigen Holzintarsien des Giovanni von Verona im Chorgestühl und in der Sakristei der Kirche von Santa Maria in Organo kennenlernen. Nach einem Mittagessen in der „Bottega Vini“, einem der historischen Restaurants der Altstadt, heißt es von Verona Abschied nehmen. Transfer zum Flughafen für die Rückreise nach Deutschland.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterbringung im Hotel Accademia in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC; Einzelzimmer stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Halbpension während des gesamten Aufenthaltes
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder
  • Alle Stadtbesichtigungen, Rundfahrten und Ausflüge gemäß Programmverlauf unter wissenschaftlicher Führung und Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Reiseliteratur
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise nach Verona und zurück
  • Opernkarten
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder

 

Reisetermin: 08.07.-12.07.2014
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Reisepreis pro Person: € 1.795
Einzelzimmerzuschlag: € 225

 

Hinweis: Flüge buchen wir Ihnen selbstverständlich auf Anfrage gerne hinzu!

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de