Flusskreuzfahrt 2018 – Berühmte Klöster entlang der Donau

In Zusammenarbeit mit der Fondazione pro Musica e Arte Sacra in Rom, wird es in den nächsten Jahren verschiedene Projekte mit den Wiener Philharmonikern geben. Geplant ist die Aufführung aller Symphonien Anton Bruckners in den größten Kathedralen Europas! Den Anfang macht nun im Jahr 2018 die folgende Reise zu Bruckners bedeutendster Wirkungs- und Begräbnisstätte – dem Kloster St. Florian.

Reiseverlauf

1. Tag, Samstag, 2. Juni 2018
Individuelle Anreise nach Passau. Ab 15.00 Uhr Einschiffung auf dem Flussschiff MS Johann Strauss, das um 16.00 Uhr Richtung Linz aufbricht, wo die Ankunft um ca. 22.00 Uhr vorgesehen ist.

2. Tag, Sonntag, 3. Juni 2018
Am Vormittag Spaziergänge in kleinen Gruppen durch die Altstadt von Linz, Landeshauptstadt von Oberösterreich, die mit ca. 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Österreichs ist. Um 400 v. Chr. entstanden innerhalb des heutigen Stadtgebietes und entlang der Donau mehrere keltische Befestigungsanlagen. Hier taucht zum ersten Mal der keltische Name Lentos auf, der bei den Römern dann als Kastell „Lentia“ erwähnt wird. Durch Germaneneinfälle und Völkerwanderung zerstört, wird es 799 als „Linze“ urkundlich erwähnt. Bis 1210 unterstand Linz den Bayernherzögen. Unter den Babenbergern entwickelte sich Linz zur Stadt, die unter Einbeziehung des alten Siedlungskerns 1207 planmäßig angelegt wurde. Seit Ende des 13. Jahrhunderts war Linz Sitz des Landeshauptmanns und so zum Zentralort von Österreich ob der Enns geworden. Friedrich III. wählte die Stadt sogar als Residenzstadt aus und machte sie so von 1489 bis 1493 zum Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reichs, nachdem Matthias Corvinus Wien erobert hatte.  Zur Zeit der Reformation war Linz bis 1600 protestantisch. Zwischen 1612 und 1626 lehrte Johannes Kepler hier. Ab 1600 führten Jesuiten und Kapuziner die Gegenreformation durch. Der dadurch mit ausgelöste Oberösterreichische Bauernkrieg Bauenkrieg traf 1626 auch die Stadt, als sie unter der Führung Stefan Fadingers neun Wochen lang belagert wurde.

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Stadt barockisiert. Am späten Nachmittag fahren wir zum Stift Sankt Florian, wo Anton Bruckner als Organist wirkte und unter der Orgel bestattet ist. Der Ursprung des Stiftes St. Florian ist durch Quellen nicht belegt. Eine Überlieferung aus dem 9. Jahrhundert erzählt vom Märtyrertod des ersten namentlich bekannten Christen auf dem heutigen Gebiet Österreichs, des Heiligen Florian. Nach der Legende wurde Florian nach seinem Tod im Jahre 304 an der Stelle, wo sich heute das Stift erhebt, bestattet. Damit lässt sich eine Verehrungstradition ab dem 4. Jahrhundert vermuten. Die ersten schriftlichen Zeugnisse einer Klosteranlage gehen auf karolingische Zeit zurück. 1071 wurden im Stift St. Florian die Augustiner-Chorherren als Reformgemeinschaft durch Bischof Altmann von Passau eingeführt. Sie versehen seither klösterliche und seelsorgliche Aufgaben. 1686 begann der barocke Neubau der Stiftsgebäude durch Carlo Antonio Carlone, der bis zu seinem Tod (1708) als Baumeister hier wirkte. In seiner Zeit entstanden Kirche und Westtrakt mit der eindrucksvollen Hauptfassade. Nach Carlones Tod übernahm Jakob Prandtauer die Baustelle, die er im Wesentlichen in Carlones Sinn weiterführte. Um 1750 wurden die Bauarbeiten am Stift, welches eine barocke Einheit darstellt, beendet. Im Januar 1941 wurde das Stift durch die Gestapo enteignet. Die Chorherren wurden ausgewiesen, konnten aber ihr klösterliches Leben im Kloster Pulgarn bei Steyregg fortsetzen. Ab 1942 hatte die Reichsrundfunk-gesellschaft hier ihren Sitz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnten die Chorherren wieder ins Stift zurückkehren.

Am Abend bringen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Christoph Eschenbach die 1. Symphonie von Anton Bruckner in der Stiftskirche zur Aufführung.

3. Tag, Montag, 4. Juni 2018
Um 9.00 Uhr unternehmen wir einen Ausflug zum Benediktinerstift Kremsmünster, das seit seiner Gründung im Jahr 777 durch den bayerischen Herzog Tassilo III. ein spirituelles und wirtschaftliches Zentrum dieser Region ist. Ein bedeutender Chronist des Klosters ist Berchtold von Kremsmünster; er verfasste um 1300 „Narratio de ecclesia Cremsmunstrensi“.
Unter Benutzung älterer Bestandteile entstand ab der Mitte des 17. Jahrhunderts eine umfangreiche Anlage, die neben dem Stift Melk zu den größten Österreichs gehört. Unter den Baumeistern waren Carlo Antonio Carlone und Jakob Prandtauer. Die Bauanlage von Kremsmünster hat ihre größte Ausdehnung im etwa 290 Meter langen Südflügel. Dort liegen wichtige repräsentative Räumlichkeiten: Refektorium, Bibliothek und Kaisersaal. Abgeschlossen wird der Südflügel im Osten vom 51 Meter hohen Mathematischen Turm, in dem sich die Sternwarte Kremsmünster befindet. Dieser Turm gilt als eines der ersten Hochhäuser Österreichs. Um 12.00 Uhr legt das Schiff in Linz ab und es geht durch zauberhafte Landschaft, durch das enge waldige Tal des 25 km langen Strudengaus bis nach Melk, wo die Ankunft gegen 20.00 Uhr vorgesehen ist.

4. Tag, Dienstag, 5. Juni 2018
Am Vormittag besuchen wir das Stift Melk. Der Klosterfelsen ist vermutlich schon seit der Römerzeit besiedelt. Seit Anfang des 11. Jahrhunderts war Melk ein Machtzentrum der Babenberger in der Mark Ostarrichi und bevorzugte Grablege der Babenberger und seit dem 13. Oktober 1014 Begräbnisstätte des heiligen Koloman. Handschriften in der Melker Stiftsbibliothek deuten darauf hin, dass schon unter Markgraf Leopold I. eine Gemeinschaft von Priestern eine Art Pfalzstift am Ort unterhielt. Am 21. März 1089 zogen Benediktinermönche aus Lambach und ihr Abt Sigibold in das neu erbaute Kloster auf dem Berg ein. Da das Kloster eine markgräfliche Gründung war, erhielt es 1122 eine Exemtion: Es wurde aus der Zuständigkeit des Bistums Passau ausgegliedert und direkt dem Papst unterstellt. Das Kloster hatte eine eigene Schreibstube. Hier wirkte mit einiger Sicherheit auch der frühneuhochdeutsche Kleriker und Dichter Heinrich von Melk. Aus der Zeit des Abtes Walther (1224 – 1247) ist eine Reihe von Handschriften, zum Teil mit farbigen Miniaturen, erhalten. Handschriften aus dem Jahr 1160 dokumentieren eine voll ausgeprägte klösterliche Schule mit regem Betrieb.

Am 18. November 1700 wurde der erst dreißigjährige Berthold Dietmayr zum Abt gewählt. Dietmayr verfolgte von Anfang an das Ziel, die religiöse, politische und geistige Bedeutung des Klosters durch einen Neubau hervorzustellen. Noch bevor er als Abt von Rom bestätigt war, begann er mit den Vorbereitungen. In Jakob Prandtauer fand er einen Baumeister seines Vertrauens. 1701 wurde die Erneuerung der Sakristei und des einsturzgefährdeten Hochchors der Kirche in Angriff genommen. Unmittelbar nach dem Beginn dieser Arbeiten wurde beschlossen, die gesamte Kirche neu zu erbauen. 1702 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Nur wenig später erfolgte der Beschluss zum Neubau der gesamten Klosteranlage. Aus dem Jahr 1711 ist ein Gesamtplan bekannt. Prandtauer leitete bis zu seinem Tod 1726 den Bau. Als Innenarchitekt wurde der Wiener Theatergestalter Antonio Beduzzi gewonnen. Die Stuckarbeiten wurden ab 1716 von Johann Pöckh gestaltet. Parallel dazu gestaltete der Maler Johann Michael Rottmayr die Deckenfresken. Nach dem Tod Prandtauers wurde der Bau anhand der vorhandenen Pläne zunächst von einem Polier geleitet, bevor man die Bauleitung Joseph Munggenast, einem Neffen von Prandtauer, übertrug. Eine Reihe weiterer erstrangiger Künstler aus der Ferne und aus der Region waren an dem Bau und der Ausgestaltung beteiligt. Beispielsweise malte Paul Troger die Fresken im Marmorsaal und in der Bibliothek. Christian David aus Wien war für die Vergoldung zuständig.

Vor dem Mittagessen geht unsere Fahrt weiter durch die Wachau, ein 30 km langes Durchbruchstal zwischen Melk und Krems und eine der faszinierendsten Donaulandschaften mit berühmten Burgruinen wie Aggstein und Dürnstein. Die Landschaft ist einerseits durch die Donau und die ufernahen, klimatisch begünstigten Bereiche und andererseits die angrenzenden Hügel des Dunkelsteinerwaldes und des Waldviertels mit kalten Wintern geprägt und ist berühmt für den Obst- und Weinanbau. Am Nachmittag besuchen wir das Kloster Göttweig. Aus der ersten Bauepoche des 12. Jahrhunderts sind heute nur noch das Langhaus der Kirche, die Ehrentrudiskapelle und die „Burg“ erhalten, aus der spätgotischen Bauepoche des 15. Jahrhunderts der Chor der Stiftskirche samt Krypta und Sakristeien sowie Flügel des Kreuzganges. Bis zur Ersten Türkenbelagerung bestand auch die Georgskirche am Göttweigberg, deren Grundmauern im Jahr 2009 bei Grabungen freigelegt wurden. Nach dem Brand von 1718 unter Abt Gottfried Bessel (1714 – 1749) ging der Neubau des Stiftes nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt in den ersten Jahren zügig, dann immer schleppender voran, bis er nach 1750 ganz eingestellt wurde, so dass nur etwa zwei Drittel des Bauplanes umgesetzt wurden.

Gegen Mitternacht erreicht unser Schiff Tulln, wo wir über Nacht bleiben.

5. Tag, Mittwoch, 6. Juni 2018
Der heutige Tag ist der Ruhe vorbehalten. Vorbei an Wien erreichen wir um 14.00 Uhr Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei und mit 425.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Sie liegt an der südwestlichen Grenze der Slowakei am Dreiländereck mit Österreich und Ungarn. Als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Bratislava  Regierungssitz der Slowakei sowie Standort mehrerer Universitäten, Museen, Theater und weiterer wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Institutionen.

Die Geschichte der Stadt wurde von zahlreichen Ethnien und Kulturen geprägt, wie Kelten, Römern, Germanen, Awaren, Deutschen, Magyaren, Juden und Slowaken. Bratislava war im Laufe seiner Geschichte eines der wichtigsten wirtschaftlichen und administrativen Zentren Großmährens, des Königreichs Ungarn und der Tschechoslowakei. Die Stadt war von 1536 bis 1783 und 1848 Hauptstadt des Königreichs Ungarn. Das Wahrzeichen der Stadt ist die viertürmige Burg Bratislava. Nach der Ankunft unternehmen wir geführte Spaziergänge durch die Altstadt.

Am Abend um 19.00 Uhr besteht die Möglichkeit im historischen Nationaltheater einer Aufführung von Maurice Ravels Einakter „L’heure espagnole“ beizuwohnen.

6. Tag, Donnerstag, 7. Juni 2018
Um 9.00 Uhr starten wir, um zwei Schlösser zu besuchen, die Prinz Eugen von Savoyen von seinem Hofarchitekten Johann Lucas von Hildebrandt errichten ließ. Nach dessen Tod kaufte Kaiserin Maria Theresia beide Schlösser seinen Erben ab. Es handelt sich um das Schloss Hof und das in der Nähe gelegene Schloss Niederweiden; beide haben unter der „Mater Austriae“ eine Serie von Umbauten erlebt. Schloss Hof, welches sie ihrem Gemahl Franz Stefan von Lothringen schenkte, wurde um ein ganzes Stockwerk vergrößert und nach den Wirren des zweiten Weltkriegs erst vor wenigen Jahren wiedereröffnet. Es stellt heute mit seinen prächtigen Gartenanlagen und Nebengebäuden eine der großen Attraktionen des Marchfeldes dar.

In Hainburg besteigen wir dann wieder unser Schiff, um Richtung Wien zu fahren, wo wir in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Klosterneuburg übernachten. Vorher werden wir allerdings noch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten das Stift Klosterneuburg besichtigen, welches der Kongregation der österreichischen Augustiner Chorherren angehört. Der Komplex geht auf eine Stiftung des österreichischen Markgrafen Leopold III., dem Heiligen, zusammen mit seiner Frau Agnes von Waiblingen zurück, die zu Beginn des 12. Jahrhunderts erfolgt war. Die ursprüngliche Stiftung war von Anfang an bis 1722 ein Doppelkloster mit Augustiner-Chorfrauen. In späteren Jahrhunderten wurde die Anlage mehrmals erweitert und umgebaut, so dass sie sich heute als eindrucksvolles Konglomerat aus mittelalterlicher, barocker und historistischer Bausubstanz präsentiert. Das Stift Klosterneuburg ist nach wie vor ein lebendiges Zentrum des katholischen Glaubens, beherbergt eine bedeutende Kunstsammlung und besitzt eines der größten und ältesten Weingüter Österreichs. Zu den Kunstschätzen der Kirche gehört der berühmte Verduner Altar, welcher 1181 von Nikolaus von Verdun gefertigt wurde und einen Höhepunkt der mittelalterlichen Goldschmiedekunst darstellt.

7. Tag, Freitag, 8. Juni 2018
An diesem Vormittag findet nach dem Frühstück um 9.00 Uhr die Ausschiffung statt. Anschließend individueller Transfer in Eigenregie zum Bahnhof oder Flughafen Wien für die Rückreise.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterbringung für 6 Nächte in Doppelkabinen in der gebuchten Kategorie mit Bad oder Dusche/WC auf der
    MS Johann Strauss;
    Kabinen zur Einzelbenutzung stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Vollpension an Bord: (Buffett-Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee/-tee mit Kuchen, 4-Gang-Abendessen, Mitternachtsimbiss) beginnend mit dem Abendessen am 1. Tag bis zum Frühstück am 7. Tag
  • Willkommens-Cocktail & Gala-Dinner mit 5-Gang-Menü
  • Musikprogramm (Bordmusiker)
  • Gepäckservice an Bord (Anlegestelle – Kabine)
  • Alle Ein-/Ausschiffungs- / Schleusen- / Hafengebühren
  • Konzert der Wiener Philharmoniker in der Stiftskirche Sankt Florian
  • Alle Besichtigungen gemäß Programmverlauf
  • Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder
  • Reiseliteratur
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB
  • Förderbeitrag „Fondazione Pro Musica e Arte Sacra“ (Kategorie „Bronze“ € 400 p. P.)

Nicht eingeschlossen

  • Anreise nach Passau / Abreise von Wien
  • Transfer vom Flughafen/Bahnhof zum Schiff und zurück
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder

 

Reisetermin: 02.06. – 08.06.2018
Mindestteilnehmerzahl: Vollcharter (ca. 70 Kabinen)
Reisepreis pro Person:
Mosel-Deck Standard (unteres Stockwerk) € 2.200
Kabine zur Einzelbenutzung €    840
Rhein-Deck Standard (mittleres Stockwerk)    € 2.400
Kabine zur Einzelbenutzung € 1.050
Rhein-Deck Juniorsuite (mittleres Stockwerk)     € 2.900
Kabine zur Einzelbenutzung € 1.330
Rhein-Deck Deluxe (mittleres Stockwerk) € 3.000
Kabine zur Einelbenutzung € 1.400
Donau-Deck Premium (oberes Stockwerk) € 3.200
Kabine zur Einzelbenutzung € 1.540
Donau-Deck Suite (oberes Stockwerk) € 3.500
Kabine zur Einzelbenutzung € 1.610

 

Nähere Informationen über die MS Johann Strauss finden Sie hier

 

Hinweise:
– Flüge buchen wir Ihnen selbstverständlich auf Anfrage gerne hinzu!
– Wir empfehlen die Anreise per Bahn (Buchung in Eigenregie)
– Sollte eine Reiseverlängerung im Hotel oder die Organisation von Karten für Konzerte, Oper und Theater
gewünscht werden, ist dies auf Anfrage möglich

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de