Venedig im Vorfrühling

vom 19. – 23. März 2015

Donnerstag, 19. März 2015venezia3
Nach der Ankunft am Flughafen von Venedig Transfer mit privatem Motorboot zum Hotel Westin Europa & Regina direkt am Canal Grande. Am Nachmittag Spaziergang zum nahegelegenen Markusplatz, dem schönsten offenen Salon der Welt, der von der Markuskirche, den beiden Prokurateien und dem napoleonischen Zubau eingerahmt und vom berühmten Campanile überragt wird. Besuch der Scuola von San Giorgio degli Schiavoni, ehemals Sitz der Bruderschaft der „Slavonen“, d. h. von venezianischen Untertanen aus den Territorien Dalmatiens. Vittore Carpaccio war der Künstler, der in deren Auftrag phantastische Bilddarstellungen mit Szenen aus dem Leben der Schutzheiligen der Bruderschaft Georg, Tryphonius und Hieronymus schuf.

Freitag, 20. März 2015venedig1
Der Tag ist den Besichtigungen großer Kunstwerke vorbehalten. Als erstes sehen wir die Kirche von Santa Maria della Salute, dem einzigen barocken Sakralbau Venedigs, als Votivkirche für das Ende einer schweren Pestepidemie von Baldassare Longhena geplant. Der gewaltige Kuppelbau beherrscht die Einfahrt zur Hauptverkehrsader der Lagunenstadt, dem Canal Grande. Anschließend Besuch der Galerie der Akademie, in der wir die Entwicklung der venezianischen Malerei von den Anfängen bis zum Untergang verfolgen können, von Paolo Veneziano über Carpaccio, Bellini, Tizian, Veronese, Tintoretto bis hin zu den Tiepolos. Am selben Tag besuchen wir auch noch die Scuola von San Rocco, ehemals Sitz einer Laienbruderschaft, deren Mitglieder Pestkranke betreuten und wo sich die größte Sammlung von Ölgemälden Tintorettos befindet, der den Auftrag zur Gestaltung der Räume als Sieger eines ausgeschriebenen Wettbewerbs erhalten hat. Ein Abstecher in das nebenan gelegene Gotteshaus von Santa Maria Gloriosa dei Frari, das wie alle venezianischen Kirchen einem wahren Museum gleicht, beschließt unseren kunstgeschichtlichen Rundgang.

Samstag, 21. März 2015Venezia
Spaziergang mit Besichtigung der Kirche von S. Zacharias mit einer typisch venezianischen Fassade der Frührenaissance, die in ihrem Inneren eine Serie von Kunstschätzen birgt. Einer der großen Tempel der Glorien Venedigs ist die Dominikanerkirche Santi Giovanni e Paolo. Einem Kleinod der venezianischen Kunst des späten 15. Jh. begegnen wir in der Kirche Santa Maria die Miracoli. Außerdem besuchen wir eines der bedeutendsten Werke der sakralen Architektur Palladios, der Kirche San Giorgio auf der gleichnamigen Insel gegenüber des Dogenpalastes.

Sonntag, 22. März 2015
Der heutige Tag ist einem Ausflug auf zwei Inseln der Lagune gewidmet. Torcello, das in seinen Anfängen eine selbständige Verwaltung hatte, ist total verfallen. Umso großartiger kommt die der Gottesmutter geweihte Kathedrale zur Geltung, die sich einsam aus der Schilflandschaft erhebt und in ihrem Inneren Mosaiken birgt, die älter als jene der Markuskirche sind. Nach dem Besuch dieser Stätte fahren wir ins nahe Burano weiter, einst berühmt für seine Spitzenklöpplerinnen. Die Insel wird in erster Linie von Fischern bewohnt, deren Frauen sich mit dieser Arbeit einen Nebenverdienst sicherten. Die in grellbunten Farben bemalten Häuser geben der Stätte auch an nebligen Tagen einen fröhlichen Charakter.

Montag, 23. März 2015
Am Vormittag Besuch des Cà Rezzonico, das ist das venezianische Wort für Palast, dessen Fassade vom Schöpfer der Salute-Kirche, Baldassare Longhena gestaltet wurde. Die Familie Rezzonico errang in der Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs der Stadt vor allem dadurch großes Ansehen, dass einer ihrer Sprösslinge als Clemens XIII. den Papstthron bestieg. In diesem prunkvollen Familien-Wohnsitz befindet sich heute die überaus interessante Sammlung des venezianischen Rokoko.
Mit einem Besuch der Loggia der Markuskirche mit den berühmten Bronzepferden – Beutestücke der Venezianer wie vieles andere mehr aus der Zeit des IV. Kreuzzugs – und einem ungewohnten Blick in das Heiligtum und auch auf den Platz beschließen wir den Aufenthalt in der Perle der Adria. Am Nachmittag zu gegebener Zeit Motorboot-Transfer zum Flughafen.
Was den Opernbesuch im Teatro La Fenice betrifft, gibt es am 20. März abends oder am 22. März nachmittags die Möglichkeit, in einem der schönsten Opernhäusern der Welt, dem Teatro „La Fenice“, einer Aufführung von Christoph Willibald Glucks Oper „Alceste“ beizuwohnen.