Verona 2018 – Oper unter dem Sternenzelt

Kaum ein Opernereignis ist so berauschend wie eine der großen Aufführungen unter dem Sternenzelt in der Arena di Verona. Wenn 15.000 Besucher kleine Lichter entzünden, wenn sich erwartungsvolle Stille über das zweitausendjährige Rund senkt und die laue Sommernacht erfüllt wird vom Zauber unsterblicher Melodien, dann ist das lebendiges Musiktheater in seiner schönsten Form – ein unvergleichliches Erlebnis! Turandot, Aida, Nabucco und Carmen sind die Opern, die während unseres Aufenthalts dargeboten werden. Auch die Stadt selbst mit ihren Kunstschätzen sowie Ausflüge zum Gardasee, nach Mantova und Brescia stehen auf dem Programm. Eine Reise für die Sinne!

Reiseverlauf

1. Tag, Mittwoch, 18. Juli 2018verona
Nach der Ankunft am Flughafen in Verona erfolgt der Transfer zum 4-Sterne-Hotel „ACCADEMIA“ mitten im historischen Zentrum von Verona und nur 200 Meter von der Arena entfernt. Der Nachmittag soll einem ersten Kennenlernen der Stadt Romeos und Julias dienen, in der man auf Schritt und Tritt Zeugnissen ihrer 2.000-jährigen ständigen Besiedlung begegnet. Das Stadtraster ist römischer Prägung und außer der Arena sind noch viele Zeugnisse der römischen Kaiserzeit erhalten. Prächtig sind die Paläste und Kirchen aus dem Mittelalter, in welchem Verona erst selbständige Gemeinde und dann Herrschaftssitz der Skaliger war. Das Castelvecchio, die Piazza dei Signori, die Piazza delle Erbe und die Skaligergräber künden davon. Abends Möglichkeit zum Besuch der Aufführung von Giacomo Puccinis „Turandot“.

2. Tag, Donnerstag, 19. Juli 2018gardasee
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug an den nahegelegenen Gardasee nach Sirmione, wo wir die großartigen Ruinen der Villa des Catull besuchen, die auch in ihrem heutigen Zustand Zeugnis von der Bauleidenschaft des Antiken Rom und seiner Großen ablegen. Die Geschichte der Halbinsel reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück, wenngleich keine Dokumentation über die Besiedlung vor der Zeit der Römer existiert. Es wird vermutet, dass auf der Halbinsel dank ihrer einzigartigen, Schutz bietenden Form schon sehr früh Ansiedlungen entstanden sind. Zur Zeit der Römer war die Halbinsel ein Ferienort höhergestellter Familien. Von den in dieser Zeit entstandenen drei Villen sind heute nur die „Grotten des Catull“ auf dem letzten der drei Hügel erhalten. Der Poet Gaius Valerius Catullus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. in Rom gelebt hat, hat diesen Ort gelegentlich besucht und so der Villa ihren Namen gegeben. Unter der Herrschaft der Langobarden, die im Jahre 568 in Oberitalien ihre Herrschaft auszubreiten begannen, entstanden verschiedene Klöster und Kirchen. Mit einem Fährschiff erreichen wir von Sirmione aus Garda und fahren zur nahen Punta San Vigilio, einem der romantischsten Plätze dieser Zone, wo wir in schönem Rahmen am Ufer des Sees unser Mittagessen einnehmen. Am Abend Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Giuseppe Verdis „Aida“.

3. Tag, Freitag, 20. Juli 2018Mantova_-_Profilo_di_Mantova_klein
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug nach Mantova. Die Geburtsstadt Vergils wurde zwischen dem 14. und 18. Jh. von der Familie Gonzaga regiert, deren rapider Aufstieg der „Kunst des Krieges“ zu verdanken ist, die ihre Männer erlernten. Der Erlös der jeweiligen Kriegsbeute wurde in einen aufwendigen Lebensstil und ein ungeahntes Mäzenatentum umgesetzt, so dass am Hof dieser Familie die bedeutendsten Vertreter des italienischen Kunstschaffens jener Epoche Werke hinterlassen haben. Das waren vor allem bedeutende Architekten wie Leon Battista Alberti und Giulio Romano. Letzterem verdanken wir das Gesamtkunstwerk des Palazzo Te, in dem er mit anderen Raffael-Schülern auch die Dekoration der prunkvollen Privatgemächer des 1. Herzogs von Mantua gestaltet hat. Aber vor ihm wirkten hier Männer, die zu den bedeutendsten Malern Italiens im 15. Jh. zählten, wie Pisanello und Andrea Mantegna, deren Werken wir im Palazzo Ducale begegnen. Darüber hinaus besitzt die reizvolle Altstadt von Mantua bedeutende Zeugnisse vergangener Jahrhunderte. Mittagessen in einem typischen Restaurant in Mantova. Am Abend Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Giuseppe Verdis „Nabucco“.

4. Tag, Samstag, 21. Juli 20184103_-_Brescia_-_Tempio_capitolino_-_Foto_Giovanni_Dall'Orto,_31-Dec-2007_klein
Heute wollen wir einen Halbtagsausflug nach Brescia unternehmen, einer Stadt die ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und die überaus interessante Monumente aus der Römerzeit und aus dem Mittelalter besitzt. Das antike Brixia war eine Siedlung des keltischen Volksstammes der Cenomanen und wurde 225 v. Chr. römisch. Vespasian ließ während seiner Regierungszeit im Zentrum der Stadt, als Dank für die Unterstützung während seiner Kaiserkandidatur, einen großen Tempel errichten. Dieser war den drei kapitolinischen Gottheiten gewidmet. Nach dem Niedergang des römischen Imperiums erreichte Brescia unter den Langobarden eine neue Blütezeit. Die Langobarden breiteten sich von Norden stetig weiter in Richtung Süden der italienischen Halbinsel aus, und Brescia wurde Sitz eines der insgesamt 36 Herzogtümer des Reiches, dessen König in Pavia seinen Hauptsitz hatte. Brescia selbst brachte zwei Könige hervor, im Jahr 636 Rotari und Desiderius, unter dessen Regiment Brescia zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum aufstieg. 753 n. Chr. gründete er zusammen mit seiner Gemahlin Ansa das Kloster San Salvatore im Herzen des damaligen Stadtzentrums und versah es mit einer reichen Ausstattung.museum Eine der Töchter des Desiderius heiratete Karl den Großen. Zur Zeit der Karolinger war das von Königin Ansa gegründete Kloster San Salvatore das Zentrum der Stadt. Die Äbtissinnen des Klosters stammten lange Zeit aus den herrschenden Familien. Heute birgt dies den Museumskomplex von San Salvatore-Santa Giulia. Die kommunale Bewegung führte bereits in den späten 1130er Jahren zu schweren Auseinandersetzungen der Bürgerschaft mit dem Bischof. Ab 1167 war Brescia eines der aktivsten Mitglieder des Lombardischen Städtebundes. 1258 ergriff Ezzelino da Romano die Macht, die Scaliger herrschten bis 1421. Danach fiel Brescia an die Visconti aus Mailand und 1426 schließlich an die Republik Venedig. Bis ins frühe 16. Jahrhundert war Brescia eine der wohlhabendsten Städte der Lombardei. Am Abend gibt es zum Abschluss der diesjährigen Opernsaison die Möglichkeit, an einer Neuinszenierung von Georges Bizets „Carmen“ teilzunehmen.

5. Tag, Sonntag, 22. Juli 2018kirche
Am Vormittag unternehmen wir noch weitere Spaziergänge in Verona, bei welchen wir das schönste romanische Bauwerk der Stadt und eines der bedeutendsten Oberitaliens, die Kirche von San Zeno, und die großartigen Holzintarsien des Giovanni von Verona im Chorgestühl und in der Sakristei der Kirche von Santa Maria in Organo kennenlernen. Nach einem Mittagessen in der „Antica Bottega del Vino“, einem der historischen Restaurants der Altstadt, heißt es von Verona Abschied nehmen. Transfer zum Flughafen für die Rückreise nach Deutschland.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterbringung in Doppelzimmern Superior (5 Stück verfügbar) oder in Doppelzimmern Superior zur Einzelbenutzung mit Bad oder Dusche/WC im Hotel Accademia;
    Einzelzimmer (5 Stück) stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Halbpension während des gesamten Aufenthaltes
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder lt. Programmverlauf
  • Alle Stadtbesichtigungen, Rundfahrten und Ausflüge gemäß Programmverlauf unter wissenschaftlicher Führung und Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Reiseliteratur
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise nach Verona und zurück
  • Opernkarten
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder

 

Reisetermin: 18.07. – 22.07.2018
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Reisepreis pro Person: € 1.950
Einzelzimmerzuschlag: €    180

 

Hinweis: Flüge buchen wir Ihnen selbstverständlich auf Anfrage gerne hinzu!

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de