Opernfestspiele Verona – Galaabend mit Jonas Kaufmann 2021


Kaum ein Opernereignis ist so berauschend wie eine der großen Aufführungen unter dem Sternenzelt in der Arena di Verona. Wenn 15.000 Besucher kleine Lichter entzünden, wenn sich erwartungsvolle Stille über das zweitausendjährige Rund senkt und die laue Sommernacht erfüllt wird vom Zauber unsterblicher Melodien, dann ist das lebendiges Musiktheater in seiner schönsten Form – ein unvergleichliches Erlebnis! Ein Galaabend mit Jonas Kaufmann, La Traviata, Nabucco und Aida sind die Opern, die während unseres Aufenthalts dargeboten werden. Auch die Stadt selbst mit ihren Kunstschätzen sowie Ausflüge nach Mantova, Brixia und Vicenza stehen auf dem Programm. Eine Reise für die Sinne!

Reiseverlauf

1. Tag, Dienstag, 17. August 2021
Nach der Ankunft am Flughafen in Verona erfolgt der Transfer zum ****Hotel „ACCADEMIA“ mitten im historischen Zentrum von Verona und in nur 200 Meter Entfernung zur Arena.

In der Hoffnung, dass es mit der Ankunft um die Mittagszeit klappt, wollen wir gleich nach dem Einchecken im Hotel ein Mittagessen in der nahegelegenen „Antica Bottega del Vino“ einnehmen. Der Nachmittag soll auf einem kurzen Spaziergang einer ersten Fühlungnahme mit der Stadt Romeos und Julias dienen, in der man auf Schritt und Tritt Zeugnissen ihrer 2.000-jährigen ständigen Besiedlung begegnet. Das Stadtraster ist römischer Prägung und außer der Arena sind noch viele Zeugnisse der römischen Kaiserzeit erhalten. Prächtig sind die Paläste und Kirchen aus dem Mittelalter, in welchem Verona erst selbständige Gemeinde und dann Herrschaftssitz der Skaliger war. Das Castelvecchio, die Piazza dei Signori, die Piazza delle Erbe und die Skaligergräber künden davon.

Am Abend findet in der Arena di Verona ein Galaabend mit Jonas Kaufmann statt, bei welchem auch die Sopranistin Martina Serafin mitwirkt. Sollten die Wetterbedingungen zu schlecht sein, wird der Galaabend um einen Tag verschoben.

 

2. Tag, Mittwoch, 18. August 2021
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug nach Mantua. Diese Geburtsstadt Vergils wurde zwischen dem 14. und 18. Jh. von der Familie Gonzaga regiert, deren rapider Aufstieg der „Kunst des Krieges“ zu verdanken ist, die ihre Männer erlernten. Der Erlös der jeweiligen Kriegsbeute wurde in einen aufwendigen Lebensstil und ein ungeahntes Mäzenatentum umgesetzt, so dass am Hof dieser Familie die bedeutendsten Vertreter des italienischen Kunstschaffens jener Epoche Werke hinterlassen haben. Das waren vor allen bedeutende Architekten wie Leon Battista Alberti und Giulio Romano, welchem letzteren wir das Gesamtkunstwerk des Palazzo Tè verdanken, in dem er mit anderen Raffaelschülern auch die Dekoration der prunkvollen Privatgemächer des 1. Herzogs von Mantua gestaltet hat.

Darüber hinaus besitzt die reizvolle Altstadt von Mantua bedeutende Zeugnisse vergangener Jahrhunderte.

Diesmal wollen wir unser Augenmerk weniger bekannten Dingen zuwenden und eine Bootsfahrt am Mincio unternehmen, denn dies ist der Moment, wo die dort heimisch gewordenen Lotusblumen in voller Blüte sind! Hier besuchen wir auch das Heiligtum von Santa Maria delle Grazie, wo Baldassare Castiglione seine letzte Ruhestätte gefunden hat und wo ursprünglich die berühmten Rüstungen der Gonzaga ausgestellt waren, die wir heute im Dommuseum bewundern können. Zusätzlich besuchen wir den überaus sehenswerten Palazzo d’Arco.

Nach einem guten Mittagessen geht es zurück nach Verona.

 

 

3. Tag, Donnerstag, 19. August 2021
Am Vormittag wollen wir in Verona zwei Kirchen besuchen, die etwas außerhalb des Zentrums gelegen sind. Das ist zum Einen ein großer Tempel aus der Renaissancezeit den Michele Sanmicheli geplant hat, das ist die Kirche von San Giorgio in Braida mit wunder-schönen Altarbildern und die Madonna della Campagna. Im Anschluss daran geht es ins nahegelegene Illasi, wo wir die prächtige Villa Sagarmos Pompei besuchen, die noch im Privatbesitz ist. Dort nehmen wir auch unser Mittagessen ein.

Am Abend findet in der Arena di Verona eine Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ statt, bei welcher die Hauptrollen mit Sonja Yoncheva und Vittorio Grigolo besetzt sind.

 

 

4. Tag, Freitag, 20. August 2021
Heute wollen wir einen Halbtagsausflug nach Brescia unternehmen, einer Stadt die ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und die überaus interessante  Monumente aus der Römerzeit und aus dem Mittelalter besitzt.

Das antike Brixia war eine Siedlung des keltischen Volksstammes der Cenomanen und wurde 225 v. Chr. römisch. Vespasian ließ während seiner Regierungszeit im Zentrum der Stadt, als Dank für die Unterstützung während seiner Kaiserkandidatur, einen großen Tempel errichten. Dieser war den drei kapitolinischen Gottheiten gewidmet. Nach dem Niedergang des römischen Imperiums erreichte Brescia unter den Langobarden eine neue Blütezeit. Die Langobarden breiteten sich von Norden stetig weiter in Richtung Süden der italienischen Halbinsel aus, und Brescia wurde Sitz eines der insgesamt 36 Herzogtümer des Reiches, dessen König in Pavia seinen Hauptsitz hatte. Brescia selbst brachte zwei Könige hervor, im Jahr 636 Rotari und Desiderius, unter dessen Regiment Brescia zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum aufstieg. 753 n. Chr. gründete er zusammen mit seiner Gemahlin Ansa das Kloster San Salvatore im Herzen des damaligen Stadtzentrums und versah es mit einer reichen Ausstattung, Eine der Töchter des Desiderius heiratete Karl den Großen. Zur Zeit der Karolinger war das Ansa gegründete Kloster das Zentrum der Stadt. Die Äbtissinnen des Klosters stammten lange Zeit aus den herrschenden Familien. Heute birgt dies den  Museumskomplex von San Salvatore/Santa Giulia. Die kommunale Bewegung führte bereits in den späten 1130er Jahren zu schweren Auseinandersetzungen der Bürgerschaft mit dem Bischof. Ab 1167 war Brescia eines der aktivsten Mitglieder des Lombardischen Städtbundes. 1258 ergriff Ezzelino da Romano die Macht, die Scaliger herrschten bis 1421. Danach fiel Brescia an die Visconti aus Mailand und 1426 schließlich an die Republik Venedig. Bis ins frühe 16. Jahrhundert war Brescia eine der wohlhabendsten Städte der Lombardei.

Am Abend Möglichkeit zjm Besuch der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“.

 

5. Tag, Samstag, 21. August 2021
Ausflug Richtung Vicenza, wo wir diesmal ein anderes Besichtigungsprogramm absolvieren, und zwar wollen wir die Villa Cordellina in Montecchio besuchen, die von Giorgio Massari in edn Jahren von 1735-42 nach palladianischem Vorbild errichtet wurde und die in ihrem Inneren großartige Fresken besitzt, welche 1743 von Giambattista Tiepolo geschaffen wurden. Deren Themen beziehen sich auf Geschichten aus dem Leben Alexander des Großen und Scipio Africanus.

Über Castelfranco, den Geburtsort von Tizians Lehrer Giorgione, in dessen Dom sich das berühmte Madonnenbild dieses Meisters befindet, erreichen wir den Ort Maser in welchem eine der bedeutendsten Villen Venetiens zu finden ist, die eines der Hauptwerke Palladios darstellt – die Villa Barbaro, deren malerische Ausgestaltung von dem aus Verona stammenden Paolo Calliari, genannt Veronese geschaffen wurde. Sowohl Architektur, wie Skulptur und Malerei gehören zu den bedeutendsten Schöpfungen der italienischen Renaissance.

Unterwegs werden wir uns mit einem kleinen Imbiss begnügen und nach der Ankunft in Verona in einem schönen Restaurant ein Abendessen einnehmen.

Giuseppe Verdis Oper „Aida“ steht am heutigen Abend auf dem Programm in der Arena di Verona.

 

5. Tag, Sonntag, 22. August 2021
Am heutigen Vormittag unternehmen wir noch kleine Spaziergänge in Verona, bei welchen wir die großartigen Holzintarsien des Meisters Giovanni von Verona im Chorgestühl und in der Sakristei der Kirche von Santa Maria in Organo kennenlernen. Außerdem wollen wir dem vor wenigen Jahren neugeordneten, über den Ruinen des antiken römischen Theaters gelegenen, Archäologischen Museum einen Besuch abstatten, in welchem bedeutende Funde aus dem antiken Stadtgebiet ausgestellt sind.

Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss in der „Antica Bottega del Vino“ in Verona, einem der historischen Restaurants der Altstadt, heißt es Abschied zu nehmen.

Transfer zum Flughafen für die Rückreise nach Deutschland.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterbringung in Doppelzimmern im 4-Sterne Hotel „Accademia“ mit Bad oder Dusche/WC;
    Einzelzimmer stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Halbpension während des gesamten Aufenthaltes
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder lt. Programmverlauf
  • Opernkarte für „Gala-Abend“ mit Jonas Kaufmann am 17.08.2021
  • Alle Stadtbesichtigungen, Rundfahrten und Ausflüge gemäß Programmverlauf unter wissenschaftlicher Führung und Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Reiseliteratur
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise nach Verona und zurück
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder
  • weitere Opernkarten

 

Reisetermin: 17.08. – 22.08.2021
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Reisepreis pro Person: € 2.650
Einzelzimmerzuschlag: €    200

 

Hinweis: Flüge buchen wir Ihnen selbstverständlich auf Anfrage gerne hinzu!

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de