Pakistan-Rundreise – Kulturen im Industal 2019

Es mag stimmen, dass man nach alldem, was man aus dem mittleren Osten durch die Presse erfährt, Pakistan nicht zu den beliebtesten Reisezielen zählt. Aber hier im Industal liegt eine der Wiegen früher Hochkulturen. In nördlicheren Regionen hatte sich sehr früh der Buddhismus ausgebreitet und aufgrund des angenehmeren Klimas haben sich verschiedene der Mogul-Kaiser in den Sommermonaten hier aufgehalten und großartige Bauwerke hinterlassen. Und vor allem handelt es sich um ein Land, welches noch nicht vom Massentourismus erfasst ist – es ist bestimmt eine Reise wert!

Reiseverlauf

1. Tag, Freitag, 25. Oktober 2019
Abflug mit Linienflügen der Turkish Airlines ab allen deutschen Flughäfen über Istanbul nach Karachi, der wirtschaftlichen Hauptstadt des Landes, wo wir gegen 4.00 Uhr morgens am darauffolgenden Tag landen. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten Transfer ins *****Hotel Marriott, wo wir sofort die Zimmer beziehen und bis zum späten Vormittag ruhen können.

 

2. Tag, Samtag, 26. Oktober 2019
Karachi, 1729 gegründet, hat heute über 24 Millionen Einwohner, ist die wirtschaftliche Hauptstadt Pakistans, gehört zu den größten Städten der Welt und hat vorwiegend modernen Charakter. Auf einer ausführlichen Stadtrundfahrt lernen wir Bauten aus unterschiedlichen Epochen kennen. Bedeutende Funde aus der Epoche der Indus-Kultur sowie der buddhistischen Epoche werden im Nationalmuseum aufbewahrt. Das Abendessen wird in einem sehr guten Restaurant an der Küste des Indischen Ozeans eingenommen.

 

3. Tag, Sonntag, 27. Oktober 2019
Heute geht es in aller Ruhe los nach Norden, wo wir als erstes am Stadtrand von Karachi einen Abstecher zu den Chaukhandi-Gräbern, die für ihren reichen Steinmetzschmuck bekannt sind, unternehmen. Es handelt sich hier um einen riesigen Friedhof mit 100.000en von Gräbern, wie dann auch weiter nördlich in Thatta, wo wir auf den Makli Hügeln die weltgrößte Nekropole mit weit über einer Million Gräber besuchen. Diese Nekropole erstreckt sich über 8 km und besitzt eine Serie von überaus interessanten Mausoleen, welche verschiedene stilistische Einflüsse aufweisen. Am späten Nachmittag erreichen wir Hyderabat – dort übernachten wir im sehr einfachen Hotel Indus (dem besten vor Ort) übernachten.

 

4. Tag, Montag, 28. Oktober 2019
Am Morgen unternehmen wir einen Besuch der prachtvoll mit Majoliken geschmückten Gräber der ehemaligen Herrscherfamilien und fahren weiter ins nahegelegene Bhith Shah zum Grabmal des Shah Abdul Latif Bhittai, einem verehrten Sufi-Dichter und Heiligen, an dessen Grab ständig musiziert wird. Von dort aus geht es ins nahe Sehvan Sharif, der Stätte des Heiligen Mystikers Lal Shabas Qalandar, wo wir an den allabendlichen Tanzdarbietungen in dessen Heiligtum teilnehmen. Auch hier erfolgt die Übernachtung in einem einfachen, sauberen ***Hotel Sehwan Divine für eine Nacht.

 

5. Tag, Dienstag, 29. Oktober 2019
Auf unserer heutigen Fahrtstrecke lernen wir die bedeutendste Ausgrabungsstätte der Induskultur kennen – Mohenjo-Daro, der dritten, aber wenig bekanntem, Hochkultur des Altertums neben Sumerern und Ägyptern. Hier künden imposante Ruinen von einem hochzivilisierten Leben vor 4.500 Jahren, zu welchem Bürgerhäuser, sanitäre Anlagen, Kornspeicher und eine große Badeanlage gehören. Eine reichhaltige Museumssammlung veranschaulicht das Leben jener Zeit. Weiter geht es zum Kot Diji Fort, welches vom Herrscher Mir Sohrab Khan Talpur um 1785 begonnen wurde. Es erhebt sich am südlichen Ende der Rohri-Hügel über einem Teil der Indus-Kultur. Von hier aus fahren wir weiter nach Sukkur, fliegen um 19.00 Uhr nach Karachi und am späten Abend erfolgt der Weiterflug nach Multan. Dort übernachten wir für 3 Nächte im *****Hotel Ramada.

 

6. Tag, Mittwoch, 30. Oktober 2019
Nach einem späten Frühstück wollen wir uns der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Multans widmen. Der Legende nach soll sich ein Sohn Noahs nach der Sintflut hier niedergelassen haben und der erste berühmte Eroberer der Geschichte war wohl Alexander der Große. In späteren Jahrhunderten waren es Afghanen, Mongolen, Perser und endgültig Sikhs, abgesehen von einer Serie lokaler Herrscher. Hier gibt es unzählige muslimische Grabmäler, die wir besichtigen werden und die prächtige Beispiele von Architekturen verschiedener Epochen darstellen. Einen Reiz bilden selbstverständlich auch die engen Gassen der Altstadt mit ihren Basaren.

 

7. Tag, Donnerstag, 31. Oktober 2019
Von Multan aus unternehmen wie einen Tagesausflug, der uns nach Uch Sharif, ein einstiges kulturelles Zentrum und Mittelpunkt großer Mystiker der Sufi-Bewegung, bringt. Dort besuchen wir die Mausoleen von Bibi Jawindi und Pir Sadrudin. Von großem Interesse ist das am Wüstenrand gelegene Derawar-Fort, welches im 8. Jh. von einem hinduistischen Herrscher namens Raja Dahir errichtet wurde. Im 18. Jahrhundert hat es seine heutige Form erhalten und in seiner unmittelbaren Nähe befinden sich eine großartige Moschee und die prächtigen Mausoleen der Famalie Abassi, die die letzten Besitzer der Festung waren.

 

 8. Tag, Freitag, 1. November 2019
Heute lernen wir die Ruinen der Wiege einer der bedeutendsten Kulturen des Industals kennen – Harappa, von dessen ursprünglicher Größe nur spärliche Reste Zeugnis abgeben. Das lokale Museum birgt eine Serie interessanter Manufakte aus der Blütezeit der ersten Hochkultur zwischen 2.700 und 1.700 vor Christus, d. h. aus der Zeit der Sumerer und der Erbauer der Pyramiden von Gizeh. Am Nachmittag erreichen wir Lahhore, die wohl geschichtsträchtigste Stätte Pakistans, deren Prachtbauten vor allem aus der Zeit der Mogul-Herrschaft stammen. Hier bleiben wir für 3 Nächte im *****Hotel Pearl Continental.

 

9./10. Tag, Samstag/Sonntag, 2./3. November 2019
Zwei volle Tage haben wir für die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt eingeplant, die für nahezu 1 Jahrtausend die Hauptstadt des Punjab war, und ab 1525 für 200 Jahre auch das kulturelle Zentrum. Sie wurde von verschiedenen Herrschern der Mogule verschönt. Das Badshahi Fort stellt die Zitadelle dar, die unter 4 Mogul-Herrschern ihr heutiges Aussehen erhalten hat, und eine Grundfläche von 20 Hektar bedeckt, welche sich innerhalb der alten Verteidigungsmauern befindet.

Wir besuchen das Mausoleum von Kaiser Jahangir sowie das Grabmal seiner 20. Gemahlin Noor Jehan, die seine Favoritin und eine der einflussreichsten Frauen des Mogulreiches war – sie überlebte ihren Gemahl um 18 Jahre. Die Wazir Khan Moschee besticht durch ihre wundervollen Fayencen.

Das Museum der Stadt besitzt die größte Sammlung buddhistischer Steinmetzarbeiten. Außerhalb der Altstadt liegen die in Terrassen angelegten Schalimar-Gärten, die auf die immense Bauleidenschaft Schah Shahans – des Erbauers des weltberühmten Taj Mahalin Agra – zurückgehen und die sich durch regelmäßig angelegte Wasserbecken, Springbrunnen und Blumenbeete auszeichnen und den Ideen persischer Paradiesgärten entsprechen.

 

11. Tag, Montag, 4. November 2019
Am Morgen besichtigen wir auf unserer Fahrt über die “Grand Trunk Road”, die von den Mogulen aus strategischen Gründen angelegt wurde, das enorme Rohtas Fort, das die wohl größte Festung des Landes darstellt und im Auftrag des afghanischen Herrschers Sher Shah Suri in wenigen Jahren im XVI. Jahrhundert errichtet wurde. Gegen Abend erreichen wir Peshawar nahe der Grenze zu Afghanistan, wo wir für 1 Nacht im *****Hotel Pearl Continental übernachten.

 

12. Tag, Dienstag, 5. November 2019
Das Museum in Peschawar, welches vor 100 Jahren unter britischer Herrschaft errichtet wurde, besitzt eine der bedeutendsten Sammlung von Kunstwerken aus der Gandhara-Zeit, welche sowohl vor Ort als auch in der unmittelbaren Umgebung aufgefunden wurden. Das alte Stadtbild wird von einer riesigen Festung beherrscht, welche in der Regierungszeit der Sikh-Fürsten ihre heutige Form erhalten hat. Ein Bummel durch die Altstadt mit ihren Basaren wird unseren Aufenthalt hier abrunden.

Am Nachmittag geht es über Takht-i-Bahi, den „Thron der Quelle“. So heißen die weitläufigen Anlagen einer buddhistischen Klosterruine, die sich über mehrere Hügel in der antiken Region Gandhara erstreckt. Wir erreichen Islamabad – die politische Landeshauptstadt. Man kann davon ausgehen, dass das Kloster im ersten Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde. Zur Zeit Kanischkas erlebte es seine größte Blüte. In dieser Zeit entstand der „Hof der vielen Stupas“, während der Hauptstupa und der große Hof aus dem dritten und vierten nachchristlichen Jahrhundert stammen. Die spätesten Gebäude datieren in das 6. und 7. Jahrhundert. Ihren Bau und oft auch ihren Unterhalt, finanzierten wohlhabende Kaufleute. In der Nähe war eine Ansiedlung des parthischen Königs Gondophares, dessen Name in einer im Kloster gefundenen Inschrift genannt wird. Auch der Apostel Thomas soll auf seinem Weg nach Indien hier vorbeigekommen sein. Die nächsten 4 Übernachtungen erfolgen im *****Hotel Serena in Islamabad.

 

13. Tag, Mittwoch, 6. November 2019
Am heutigen Tag wollen wir die modernen Bauten dieser geordneten 60 Jahre jungen Stadt ansehen, zu denen in erster Linie die Moschee gehört, deren Bau der ehemalige sauditische König Faisal errichten ließ. Große Grünanlagen kennzeichnen das Stadtbild und das Volkskundemuseum ist ebenfalls einen Besuch wert. Natürlich sollen Sie auch Gelegenheit haben, die Annehmlichkeiten unserer luxuriösen Herberge zu genießen.

 

14. Tag, Donnerstag, 7. November 2019
Ein Tagesausflug bringt uns ins 30 km entfernte Taxila, die älteste ständig bewohnte Stadt Pakistans, wo sich in der Form von Klöstern und Stupas Bauruinen aus der frühen buddhistischen Periode erhalten haben und wo auch ein bedeutendes archäologisches Museum existiert, welches eine große Sammlung wundervoller Stein- und Stuckskulpturen besitzt. Interessant ist der regelmäßige Stadtplan dieser ehemaligen Hauptstadt, aber vor allem die in der Gegend verstreut liegenden Ruinen vieler Klosterbauten. Diese wurden zwar im 5. Jahrhundert von den Hunnen zerstört, aber in deren Bauschutt haben sich eine ganze Serie interessanter Stupas mit ihren Stuckdekorationen erhalten. Dieser Besuch stellt sicherlich einen der Höhepunkte der Reise dar und Taxila ist auch eine der UNESCO Weltkulturerbe-Stätten.

 

15. Tag, Freitag, 8. November 2019
Am Vormittag wollen wir der chaotischen Schwesterstadt Rawalpindi, die nur 10 km von Islamabad entfernt gelegen ist, einen Besuch abstatten. Auf Spaziergängen im Gassengewirr des Raja-Basars können wir das Treiben der Bevölkerung beobachten und auch versuchen, einige der noch erhaltenen hinduistischen Tempel zu besuchen. Auch der heutige Nachmittag soll der Erholung dienen, nicht zuletzt weil die letzte Nacht sehr kurz sein wird.

 

16. Tag, Samstag, 9. November 2019
Um 3.00 Uhr morgens brechen wir auf zum neuen Flughafen von Islamabad, von wo aus wir um 5.15 Uhr unseren Heimflug über Istanbul antreten, um im Laufe des Tages unsere Heimatflughäfen zu erreichen.

 

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Hinflug Deutschland – Karachi via Istanbul (Economy-Klasse) mit der Turkish Airlines
  • Rückflug Islamabad – Deutschland via Istanbul (Economy-Klasse) mit der Turkish Airlines
  • Inlandflüge 29.10.2019 Sukkur – Karachi – Multan
  • Alle anfallenden Flughafengebühren
  • Unterbringung in sehr guten Hotels in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC;
    Einzelzimmer stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Early Check-in im Hotel Marriott Karachi
  • Verpflegung: Halbpension während des gesamten Aufenthaltes
  • Sämtliche Transfers, Ausflüge und Rundfahrten in modernen Reisebussen
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder
  • Wissenschaftliche Führungen und Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Reiseliteratur
  • Visagebühren und Visabeschaffung
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise zum Flughafen in Deutschland und zurück
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder

 

Reisetermin: 25.10. – 09.11.2019
Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
Reisepreis pro Person: € 6.200
Einzelzimmerzuschlag: € 1.255

Hinweis: Die oben genannten Preise basieren auf den derzeit gültigen Devisen-Tageswechselkursen.
Bei evtl. eintretenden Wechselkursänderungen behalten wir uns eine Überprüfung des Reisepreises, selbstverständlich ggfs. auch zu Gunsten der Kunden, vor.

 

Einreisebestimmungen:

Es ist ein Reisepass erforderlich, der über den Aufenthalt hinaus noch eine Gültigkeit von mindestens 6 Monaten aufweisen muss. Das Visum wird von COURTIAL REISEN für Sie beantragt.

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de