Spirituelle Tour durch Ost-Tibet 2020

Unsere Reise beginnt und endet im 3000 Jahre alten Chengdu. Lassen Sie sich begeistern von Tradition und Moderne in einer der saubersten Städte Chinas mit vielen Gärten und Teehäusern. Erleben Sie faszinierende Klöster, Tempel und begeben Sie sich auf eine „spirituelle Tour“ in der Kham Region, die seit über 14 Jahrhunderten von diversen ethnischen Gruppen bewohnt ist. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, Ihre Reise in Tibet zu verlängern. Das “Dach der Welt” ist wohl eine der faszinierendsten spirituellen Regionen dieser Erde!

 

 Reiseverlauf

1. Tag
Abflug ab dem gewünschten Flughafen mit Zubringerflügen nach Frankfurt. Dort Abflug um die Mittagszeit mit Linienmaschine der Air China nach Chengdu, wo wir am nächsten Tag um ca. 6.00 Uhr morgens landen.

 

2. Tag
Flug nach Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, deren Ursprünge 3000 Jahre zurückreichen. In der Vergangenheit war die Stadt ein bedeutendes Zentrum der Seidenbrokatherstellung und der erste Ort, an dem Papiergeld gedruckt wurde. Hier bleiben wir für 1 Nacht im zauberhaften Diaoyutai Boutique Hotel. Der Nachmittag ist Besichtigungen in der Altstadt vorbehalten, zu welchen das Wenshu Yuan-Kloster gehört, das Zentrum der Chan-Buddhisten Sichuans. Es ist Wenshu, dem Gott der Weisheit geweiht und wurde um das Jahr 700 gegründet. Chengdu selbst ist eine der modernsten und saubersten Städte Chinas mit vielen Gärten und Teehäusern. 24 km nördlich von Chengdu begannen Archäologen vor 30 Jahren mit Ausgrabungen bei Sanxingdui, wo schon seit mehr als 80 Jahren Bauern immer wieder alte Objekte gefunden hatten. Überraschend stießen die Forscher auf Überreste einer mehr als 3000 Jahre alten Stadt. In mehreren Opfergräbern wurden immense Schätze mit Objekten aus Gold, Bronze und Jade gefunden, unter welchen vor allem riesige Masken mit zylinderförmig hervorstoßenden Augen die Hauptattraktion darstellen.

 

3. Tag
Heute beginnt unsere „spirituelle Tour“ in die Kham Region, die durch hohe Berge und tiefe Schluchten gekennzeichnet und spärlich besiedelt ist. Seit über 14 Jahrhunderten ist diese Zone von diversen ethnischen Gruppen bewohnt, die unter dem Begriff Khampa zusammengefasst sind. Heute erreichen wir Barkam, auf 2.615 m Seehöhe, den Hauptort der autonomen Präfektur Aba mit 60.000 Einwohnern. Hier besuchen wir die „heilige Grotte“, in welcher einer der großen Übersetzer der heiligen Schriften im 8. Jh. wirkte.

 

4. Tag
Die heutige Fahrt bringt uns weiter bis nach Sêrtar, einem Zentrum des Obstanbaus. Die größte Attraktion ist ein Guanyin-Tempel aus dem 7. Jh. mit einem Schrein für einen 4-armigen Avalokitesvara. Der Name der Ortschaft bedeutet soviel wie „rotes Meer“ und bezieht sich auf die tibetanische Sekte der „Rotkappen“. Der Ort liegt auf 4.000 m Seehöhe und seine Bewohner sind größtenteils Mönche oder Pilger.

 

5. Tag
Den heutigen Tag verbringen wir in diesem Ort, der bis in die Achtzigerjahre des 20. Jh. von der Außenwelt abgeschlossen war, als hier die Akademie der 5 buddhistischen Wissenschaften gegründet wurde. In den vergangenen Jahren hat man sich graduell den Besuchern geöffnet und wir haben die Möglichkeit, den Hauptgompa und die offene Begräbnisstätte zu besuchen, in welcher auch heute noch die „Luftbestattung“ stattfindet. Die studierenden Mönche verbringen hier zwischen 6 und 13 Jahren und abgesehen von den traditionellen Fächern werden auch verschiedene Sprachen wie Tibetanisch, Chinesisch und Englisch sowie moderne Computertechnik gelehrt. In den letzten 20 Jahren ist die Anzahl der Studierenden von wenigen Dutzend auf über 10.000 angestiegen, die aus dem gesamten ostasiatischen Raum hierher kommen und in tausenden kleinen Behausungen untergebracht sind.

 

6. Tag
Über Drango, einen ehemaligen wichtigen Verkehrsknotenpunkt auf dem ehemaligen „Teepferdpfad“ mit einem bedeutenden Shaolin-Tempel, gelangen wir in ein bedeutendes Zentrum der Gelugpa oder Gelbkappensekte; der hiesige Gompa wurde 1650 gegründet. Garze, am Fluss Yalong gelegen, besitzt das größte Kloster und ist eines der 13 „Hor“-Klöster, ein Name mit welchem die Tibeter die Mongolen bezeichnen. Das Kloster verfügt über 1000 Zellen und besitzt in seinen Räumlichkeiten 10.000 buddhistische Statuen.

 

7. Tag
Weiter geht es westwärts, vorbei an einem der heiligen Seen – dem Yihun Lhatso – der auch ein Habitat für viele Tier- und Pflanzenarten darstellt und am Fuß des 6.168 m hohen Mount Chola gelegen ist. Wir erreichen Derge, was ursprünglich Sitz eines der mächtigsten Königreiche und tibetanisches Kulturzentrum der Region Kham war. Hier gibt es 57 Klöster und die 5 tibetanischen Sekten des Buddhismus besitzen ihre eigenen Tempel, von welchen jeder eine eigene buddhistische Akademie besitzt. Der Ort ist im wahrsten Sinne des Wortes das Herz der Kham Kultur.

 

8. Tag
Am Morgen besuchen wir die Druckerei im Gengqing-Tempel, in welchem die Texte noch händisch abgezogen werden, wozu die Druckerei ehr als 210.000 Druckstöcke mit religiösen, historischen, literarischen, medizinischen und astronomischen Texten besitzt. Am Nachmittag geht es weiter nach Dzongsar, einem der interessantesten Zentren der gesamten Region. In den Chola Bergen, die man als das Herzland der Region bezeichnet, liegen hunderte Dörfer. Dzongsar besteht aus 21 Dörfern und seine abgeschiedene Lage hat es in seiner ursprünglichen Form erhalten.

 

9. Tag
An der Stelle der Dzongsar-Klosters, welches im 8. Jh. gegründet wurde, lag einst ein Schrein der Bon-Religion. Derselbe wurde später in ein Sakya-Kloster verwandelt, welches 1958 zerstört und 1983 wieder errichtet wurde. Heute leben hier um die 200 Mönche, die in Schulen unterrichten. Der Ort ist berühmt für die Weihrauchherstellung und ist gleichzeitig ein bedeutendes Handwerkszentrum.

 

10. Tag
Auf der relativ kurzen Fahrtstrecke nach Palyul besuchen wir 2 Klöster und zwar auf 4.800 m Seehöhe Kathok. Das erste Kloster wurde 1159 gegründet und 1656 wiedererrichtet. Es besitzt 112 abhängige Abteien, nicht nur in Tibet, sondern auch in der Mongolei und in Yunnan und ist eines der sechs Mutter-Klöster der Rotkappen! Das heutige Oberhaupt der Sekte lebt im indischen Exil.

 

11. Tag
Heute besuchen wir auf unserem Weg Yarchen Gar, die größte Konzentration von Nonnen und Mönchen weltweit. Ca. 7000 Nonnen leben in selbstgebauten Hütten auf einem Streifen Schwemmland von ca. 25 Hektar, während auf der gegenüber gelegenen Flussseite ca. 3000 Mönche in einer getrennten Siedlung leben und die Wohnzonen der Nonnen nicht betreten dürfen.

 

12. Tag
Auf unserer heutigen Fahrtstrecke durchqueren wir weite Steppenzonen und besuchen das großartige Lhagang-Kloster. Es besitzt eine Shakyamuni Statue aus dem 7. Jh. Rongzang wird als das Osttor zur autonomen Provinz von Garze und liegt tief eingebettet im Gyarongtal. Auch dieser Ort war einst ein Königssitz und seine Bevölkerung war bis 1949 unabhängig von Lhasa. Das Tal ist für seine schönen Mädchen bekannt und aus diesem Grund finden alljährlich Schönheitswettbewerbe statt. Die vielen Wachtürme der Gegend haben dazu geführt, dass das Gebiet früher Königreich der Steinschlösser genannt wurde.

 

13. Tag
Am heutigen Tag erreichen wir auf einer Fahrt durch wunderschöne Gebirgslandschaft Chengdu, unseren Ausgangspunkt und übernachten nochmals im zauberhaften Diaoyutai Boutique Hotel – nach den vergangenen 10 Nächten, die wir in einfachen Herbergen zugebracht haben. Hier können wir am darauffolgenden Tag noch das Pandareservat besuchen oder ein wenig durch die Altstadt streifen, um noch einige Reiseandenken einzukaufen.

 

14. Tag
Zur gegebenen Zeit Rückflug nach Deutschland – entweder über Shanghai oder Bangkok. Verlängerungsmöglichkeit auf Anfrage.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen (Grundprogramm China)

  • Linienflüge mit Lufthansa bzw. Air China oder einer anderen IATA Fluggesellschaft in der Economy-Klasse ab Frankfurt/Main bzw. München nach Peking und zurück nach Deutschland
  • Alle Flughafengebühren
  • Verpflegung auf dem Hin- und Rückflug
  • Hin- und Rücktransfer von den jeweiligen Flughäfen
  • Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC in Hotels der Luxusklasse bzw. in den besten vorhandenen Hotels am Platz;
    Einzelzimmer stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Halbpension
  • Alle Besichtigungen und Rundfahrten gemäß unseren Angaben im Programmverlauf unter wissenschaftlicher Führung sowie Reiseleitung und Betreuung durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise zum Flughafen in Deutschland und zurück
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder

 

Reisetermin: September 2020
Mindestteilnehmerzahl: 7 Personen
Reisepreis pro Person: auf Anfrage
Einzelzimmerzuschlag: auf Anfrage

Einreisebestimmungen:

Es ist ein Reisepass erforderlich, der über den Aufenthalt hinaus noch eine Gültigkeit von mindestens 6 Monaten aufweisen muss. Die Visabeantragung für China und Tibet wird von COURTIAL REISEN übernommen.

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de