Opernfestspiele Verona 2020 – 1. Termin Gala-Event mit Jonas Kaufmann


Kaum ein Opernereignis ist so berauschend wie eine der großen Aufführungen unter dem Sternenzelt in der Arena di Verona. Wenn 15.000 Besucher kleine Lichter entzünden, wenn sich erwartungsvolle Stille über das zweitausendjährige Rund senkt und die laue Sommernacht erfüllt wird vom Zauber unsterblicher Melodien, dann ist das lebendiges Musiktheater in seiner schönsten Form – ein unvergleichliches Erlebnis! Aida, Cavalleria Rusticana, Pagliacci und Turandot sind die Opern, die während unseres Aufenthalts dargeboten werden. Auch die Stadt selbst mit ihren Kunstschätzen sowie Ausflüge zum Gardasee, nach Mantova und Vicenza stehen auf dem Programm. Eine Reise für die Sinne!

Reiseverlauf

1. Tag, Donnerstag, 25. Juni 2020
Nach der Ankunft am Flughafen in Verona erfolgt der Transfer zum ****Hotel „ACCADEMIA“ mitten im historischen Zentrum von Verona und in nur 200 Meter Entfernung zur Arena.

Der Nachmittag soll einer ersten Fühlungnahme mit der Stadt Romeos und Julias dienen, in der man auf Schritt und Tritt Zeugnissen ihrer 2.000-jährigen ständigen Besiedlung begegnet. Das Stadtraster ist römischer Prägung und außer der Arena sind noch viele Zeugnisse der römischen Kaiserzeit erhalten. Prächtig sind die Paläste und Kirchen aus dem Mittelalter, in welchem Verona erst selbständige Gemeinde und dann Herrschaftssitz der Skaliger war. Das Castelvecchio, die Piazza dei Signori, die Piazza delle Erbe und die Skaligergräber künden davon.

Frühes Abendessen im Restaurant „Bottega del Vino“ in unmittelbarer Hotelnähe.

Abends Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Aida“ in einer traditionellen Inszenierung des verstorbenen Regisseurs Franco Zeffirelli.

 

2. Tag, Freitag, 26. Juni 2020
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug an den nahegelegenen Gardasee nach Sirmione, wo wir die großartigen  Ruinen der Villa des Catull besuchen, die auch in ihrem heutigen Zustand Zeugnis von der Bauleidenschaft des Antiken Rom und seiner Großen ablegen.

Die Geschichte der Halbinsel reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück, wenngleich keine Dokumentation über die Besiedlung vor der Zeit der Römer existiert. Es wird vermutet, dass auf dieser dank ihrer einzigartigen, Schutz bietenden Form, schon sehr früh Ansiedlungen entstanden sind. Zur Zeit der Römer war die Halbinsel ein Ferienort höhergestellter Familien. Von den in dieser Zeit entstandenen drei Villen sind heute nur die „Grotten des Catull“ auf dem letzten der drei Hügel erhalten. Der Poet Gaius Valerius Catullus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. in Rom gelebt hat, hat diesen Ort gelegentlich besucht und so der Villa ihren Namen gegeben. Unter der Herrschaft der Langobarden, die im Jahre 568 in Oberitalien ihre Herrschaft auszubreiteten begannen, entstanden verschiedene Klöster und Kirchen.

Mit einem Fährschiff erreichen wir von  Sirmione aus Garda und fahren zur nahen Punta San Vigilio, einem der romantischsten Plätze dieser Zone, wo wir in schönem Rahmen am Ufer des Sees unser Mittagessen einnehmen.

Abends Möglichkeit in der Arena eine Neuinszenierung von Pietro Mascagnis Oper „Cavalleria Rusticana“ und Ruggero Leoncavallos Oper „Pagliacci“ zu besuchen.

 

3. Tag, Samstag, 27. Juni 2020
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug nach Mantova. Diese Geburtsstadt Vergils wurde zwischen dem 14. und 18. Jh. von der Familie Gonzaga regiert, deren rapider Aufstieg der „Kunst des Krieges“ zu verdanken ist, die ihre Männer erlernten. Der Erlös der jeweiligen Kriegsbeute wurde in einen aufwendigen Lebensstil und ein ungeahntes Mäzenatentum umgesetzt, so dass am Hof dieser Familie die bedeutendsten Vertreter des italienischen Kunstschaffens jener Epoche Werke hinterlassen haben. Das waren vor allen bedeutende Architekten wie Leon Battista Alberti und Giulio Romano, welchem letzteren wir das Gesamtkunstwerk des Palazzo Tè verdanken, in dem er mit anderen Raffaelschülern auch die Dekoration der prunkvollen Privatgemächer des 1. Herzogs von Mantua gestaltet hat.

Aber vor ihm wirkten hier Männer, die zu den bedeutendsten Malern Italiens im 15. Jh. zählten, wie Pisanello und Andrea Mantegna, deren Werken wir im Palazzo Ducale begegenen. Darüber hinaus besitzt die reizvolle Altstadt von Mantua bedeutenden Zeugnisse vergangener Jahrhunderte.

Mittagessen in der „Antica Locanda“ in Valleggio sul Minicio.

Am Abend Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ in einer traditionellen Inszenierung von Franco Zeffirelli.

 

4. Tag, Sonntag, 28. Juni 2020
Heute wollen wir einen Halbtagsausflug nach Brescia unternehmen, einer Stadt die ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und die überaus interessante  Monumente aus der Römerzeit und aus dem Mittelalter besitzt. Das antike Brixia war eine Siedlung des keltischen Volksstammes der Cenomanen und wurde 225 v. Chr. römisch. Vespasian ließ während seiner Regierungszeit im Zentrum der Stadt, als Dank für die Unterstützung während seiner Kaiserkandidatur, einen großen Tempel errichten. Dieser war den drei kapitolinischen Gottheiten gewidmet. Nach dem Niedergang des römischen Imperiums erreichte Brescia unter den Langobarden eine neue Blütezeit. Die Langobarden breiteten sich von Norden stetig weiter in Richtung Süden der italienischen Halbinsel aus, und Brescia wurde Sitz eines der insgesamt 36 Herzogtümer des Reiches, dessen König in Pavia seinen Hauptsitz hatte. Brescia selbst brachte zwei Könige hervor, im Jahr 636 Rotari und Desiderius, unter dessen Regiment Brescia zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum aufstieg. 753 n. Chr. gründete er zusammen mit seiner Gemahlin Ansa das Kloster San Salvatore im Herzen des damaligen Stadtzentrums und versah es mit einer reichen Ausstattung, Eine der Töchter des Desiderius heiratete Karl den Großen. Zur Zeit der Karolinger war das Ansa gegründete Kloster das Zentrum der Stadt. Die Äbtissinnen des Klosters stammten lange Zeit aus den herrschenden Familien. Heute birgt dies den  Museumskomplex von San Salvatore/Santa Giulia. Die kommunale Bewegung führte bereits in den späten 1130er Jahren zu schweren Auseinandersetzungen der Bürgerschaft mit dem Bischof. Ab 1167 war Brescia eines der aktivsten Mitglieder des Lombardischen Städtbundes. 1258 ergriff Ezzelino da Romano die Macht, die Scaliger herrschten bis 1421. Danach fiel Brescia an die Visconti aus Mailand und 1426 schließlich an die Republik Venedig.

Am Abend findet in  der Arena ein Galaevent unter Mitwirkung von Jonas Kaufmann und anderen Stars der Opernwelt statt.

 

5. Tag, Montag, 29. Juni 2020
Am heutigen Vormittag  unternehmen wir noch weitere Spaziergänge in Verona, bei welchen wir das schönste romanische Bauwerk der Stadt und eines der bedeutendsten Oberitaliens, die Kirche von San Zeno, und die großartigen Holzintarsien des Giovanni von Verona im Chorgestühl und in der Sakristei der Kirche von Santa Maria in Organo kennenlernen. Außerdem wollen wir dem vor wenigen Jahren neugeordneten, über den Ruinen des antiken römischen Theaters gelegenen, Archäologischen Museum einen Besuch abstatten, in welchem bedeutende Funde aus dem antiken Stadtgebiet ausgestellt sind.

Gemeinsames Abendessen in einem vorzüglichen Restaurant der Altstadt.

 

5. Tag, Dienstag, 30. Juni 2020
Halbtagsausflug nach Vicenza, einer Stadt römischer Gründung, deren heutiges Aussehen dem Wirken des Andrea di Pietro – besser bekannt unter dem Namen Palladio – zu verdanken ist. Er gilt wohl als größter Architekt der Renaissance und wirkte in den Hoheitsgebieten der Venezianischen Seerepublik, für deren Patriziat er großartige Paläste, Villen und Kirchen entworfen hat. Sein Wirken ist in seiner Abhandlung der „Vier Bücher über die Architektur“ dokumentiert. Auf unserem Programm stehen ein Besuch des Teatro Olimpico, welches heute noch das Bühnenbild der Einweihungvorstellung besitzt,  bei welcher der „Oedipus“ von Sophokles aufgeführt wurde; dann die „Basilica“ und verschiedene Adelspaläste der Altstadt sowie die Villa „La Rotonda“, sein am römischen Pantheon inspiriertes Werk. Von Palladios Arbeiten abgesehen, besuchen wir auch die erst aus dem 17. Jh. stammende Villa Valmarana, in deren Räumen Vater und Sohn Tiepolo großartige Fresken hinterlassen haben, die zur selben Zeit entstanden sind, als diese venezianischen Künstler auch in der Residenz in Würzburg wirkten. Die hier dargestellten Themen sind vor allem Programm-Malereien, die sich auf bedeutende Werke der Literatur der Antike und der Renaissancezeit beziehen.

Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss individuelle Abreise.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterbringung in Doppelzimmern im 4-Sterne Hotel „Accademia“ mit Bad oder Dusche/WC;
    Einzelzimmer stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Halbpension während des gesamten Aufenthaltes
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder lt. Programmverlauf
  • Opernkarte für „Gala-Event“ mit Jonas Kaufmann am 28.06.2020
  • Alle Stadtbesichtigungen, Rundfahrten und Ausflüge gemäß Programmverlauf unter wissenschaftlicher Führung und Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Reiseliteratur
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise nach Verona und zurück
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder
  • weitere Opernkarten

 

Reisetermin: 25.06. -29.06.2020
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Reisepreis pro Person: € 2.650
Einzelzimmerzuschlag: €    200

 

Hinweis: Flüge buchen wir Ihnen selbstverständlich auf Anfrage gerne hinzu!

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de